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Fitnesstraining bei Erkrankungen im Alter

Bewegung kompensiert und verlangsamt altersbedingte Leistungseinbußen und verhindert, verzögert und lindert Altersbeschwerden und wirkt positiv auf den gesamten Menschen. Ziel eines gesundheitsorientierten Trainings im Firness-Studio, ist die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Über den Bewegungsaspekt hinaus beinhaltet das Training zu gleichen Teilen die Information und Hinführung zu einer gesundheitsorientierten Lebensweise wie auch das soziale Erlebnis. Die gesamte Bandbreite von altersspezifischen sozialen, psychologischen und physiologischen Aspekten muss in der Planung des Trainings beachtet werden:

Ziele eines gesundheitsorientierten Fitness-Trainings im Alter:

Erhaltung der Alltagsmotorik

Um die spezifischen alltäglichen Bewegungsanforderungen bestehen zu können, ist es besonders im Alter wichtig, die koordinativen und konditionellen Fertigkeiten zu fördern. Dadurch besteht die Möglichkeit, mobil zu bleiben und den Anforderungen im Leben flexibel zu begegnen.

Stabilisierung der psychischen Gesundheit und sozialen Befindens

Die Schaffung von positiven Erfolgserlebnissen mit und durch körperliche Aktivität tragen enorm zur psychischen Gesundheit bei. Hinzu kommt der soziale Kontakt über Aktivität, der in hohem Maße das seelische Gleichgewicht mitbestimmt und zur Steigerung der Lebenszufriedenheit beiträgt.

Vorsorge gegen Erkrankungen

Individuelle Anpassung an spezifische Einschränkungen und altersgemäße Belastbarkeit. Wichtig zu beachten ist, dass das Training auch auf chronische Einschränkungen und Erkrankungen hin geplant und durchführbar sein muss. Grundsätzlich beinhaltet die Vorsorge ein Herz-Kreislauf- und Gefäß-Training , die Stabilisierung des Haltungs- und Bewegungsapparates, Erhöhung der Stoffwechselrate, Verbesserung der Koordination und Stärkung des Immunsystems.

Effekte von Krafttraining

Insbesondere die Vorsorge gegen Erkrankungen und die Effekte eines Trainings bei chronischen Erkrankungen sind für die gesamte Zielorientierung des Trainings bei älteren Menschen von höchster Wichtigkeit. Das Wissen um degenerative Prozesse im Krankheitsverlauf und deren Auswirkungen auf die Trainier- und Belastbarkeit sowie vorliegende Kontraindikationen sind Grundlage für die Durchführung eines gesundheitsorientierten Fitness-Trainings. Um einen Beitrag zur Information zu leisten, haben wir für Sie einige Studien recherchiert, die die Wirkungsweise von Krafttraining auf weitverbreitete, altersspezifische Erkrankungen untersuchen. Diese möchten wir im folgenden vorstellen (aus: Strenght Training and Aging, research abstracts: Keiser Sports Health Equipment 1996):

Osteoporose

Bei einer Studie mit 10 gesunden Frauen zwischen 50 und 70 Jahren wurde ein einjähriges intensives Krafttraining überwacht. Untersucht wurde dabei der Einfluss des Trainings auf die Knochendichte. Trainiert wurde 3 x wöchentlich mit 80 % der Maximalkraft (3 x 8 Wiederholungen; 5 Geräte). Zur Kontrolle wurde eine zweite Gruppe über den gleichen Zeitraum untersucht, die kein Krafttraining durchführte. Ergebnis: Die Untersuchung zeigt, dass durch das intensive Krafttraining die Knochendichte um 6,3 % erhöht werden konnte. Zum anderen zeigte sich in der Kontrollgruppe ein Rückgang der Knochendichte von 3,7 %.

Diabetes

Diese Studie sollte Aufklärung darüber bringen, ob ein Krafttraining den Blutzuckerspiegel senkt und ob die Insulinsensibilität verbessert werden kann. Gemessen wurde der Blutzuckerspiegel, die Insulinaktivität und Insulinsensibilität an 11 stabil eingestellten Diabetespatienten während eines 16 wöchigen Trainings (3 x in der Woche). Ergebnis: Das Kraftpotential konnte innerhalb des Trainings um 38 % gesteigert werden. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Krafttraining die Insulinsensibilität erhöht, durch deren Effekt die Insulinwirksamkeit verbessert wird.

Arthritis

Der Effekt eines progressiven Widerstandstrainings auf rheumatische Erkrankungen wurde anhand eines 12wöchigen, hochintensiven Krafttrainings überprüft. Fitness, Krankheitsverlauf, Schmerzen und Ermüdung wurden zu Beginn und zum Ende der Studie erfasst. Die Studie wurde mit drei Übungsgruppen (Gruppe 1: 25-65 Jahre, Gruppe 2: 22-30 Jahre, Gruppe 3: 54-80 Jahre: alle Probanden mit rheumatischer Arthritis) und einer Kontrollgruppe durchgeführt. Ergebnis: In allen Übungsgruppen konnte eine Verbesserung der Kraftkomponenten (57 %) nachgewiesen werden. Es wurde zwar keine Abnahme in der Anzahl der schmerzhaften Gelenke nachgewiesen, allerdings ermittelte man eine signifikante Verbesserung der subjektiven Schmerzempfindung und geringere Ermüdungserscheinungen. Eine weitere wichtige Rolle spielt das Krafttraining hinsichtlich der Gewichtsreduktion und der Körperzusammensetzung, da diese Veränderungen positive Effekte für den Krankheitsverlauf haben.

Wie Sie gesund abnehmen können! Training in der Schwangerschaft